Eje Cafetero Highlights - Parte I

Aktualisiert: Feb 6

Hoch über die Kaffeeplantagen hinaus:

mit dem Mountainbike von Manizales (2000m) zum Eingang des Los Nevados Nationalpark auf 4138 m Höhe.


Start auf der Höhe der höchsten Gipfel des Allgäus, doch immer noch krasse 3300 Meter unterhalb des Nevado del Ruiz

Neben unserem kolumbianischen Kaffee mit Liebe gemacht, möchte ich Dir ein wenig die Gegend und ein paar Highlights der Eje Cafetero vorstellen, die nicht unbedingt alle etwas mit Kaffee zu tun haben.
Hier in den Blogs kann etwas Raum für ein paar Stories und Infos sein, die vielleicht nicht jeden Kaffeeliebhaber beim Kaffeekauf interessieren mögen. Für mich hat die Eje Cafetero jedoch so viel beindruckendes, ja magisches zu bieten, dass ich zumindest etwas darüber berichten möchte.
Ich bin Martin, der Mann von Sandra. Auf meinen Reisen nach Kolumbien war für mich einfach immer super spannend, die Landschaft zu erleben, zu erkunden und genau das zu machen, was bei uns nicht geht, bzw. - wie hier - in völlig anderen Höhen.
Ich hoffe, es kommen in nächster Zeit noch ein paar weitere Blogeinträge dazu, in denen ich Dir dann noch weiteres erzählen kann.
Manizales ist eine wunderschön gelegene Stadt in den Bergen mit vielen Studenten, Restaurants und Kneipen; laut Lonely Planet Reiseführer (I love it) "pleasantly cool", "city of eternal spring" wird auch oft gesagt. Hier auf der Höhe des Hausberges von Oberstdorf im Allgäu - dem Nebelhorn (um mal einen Versuch zur Veranschaulichung zu machen), auf ca. 2200 m liegt das Zentrum von Manizales. Temperaturen von um die 20 bis 22 Grad tagsüber sind hier normal.
Von dort fahre ich eines relativ schönen Tages vom "Hostal" mit einem gemieteten Rad los. Ein relativ gutes Bike war hier um 2018 noch relativ schwer zu finden. Aber es ging dann doch recht gut und morgens ist Start. Es geht gleich kurz runter auf um die 2000 m beim winzigen Flughafen von Manizales. Ab dort sind die Bilder hier sozusagen chronologisch: Essen auf dem Schotterweg bergauf...ok eher ein Snack: einmal Platano con queso Bananen mit Käse (der Käse ist eher sehr lieblich wie bei uns ganz, ganz leichter Schafskäse vielleicht).
Dann aqua panela con queso also Wasser mit Zuckerrohrsirup mit dem "Käse" wie oben (auf fast 3000 m).Das Bild davor sieht aus wie tropischer Regenwald - oder? ist auch auf 3000 m !!
Dann auf kühlen 3500 m bei den "Termales del Ruiz" (sorry Bild etwas verwackelt aufgrund von Höhenkoller) angekommen ziemlich hungrig: Hier gibt's "Trucha" (Forelle); nicht absolut ideale Sporternährung, doch etwas zu essen nach 1500 Hm bergauf auf dieser Höhe ist absolut notwendig. Das Bild mit den Schneebergen ist auch dort aufgenommen: man sieht, hier braucht man schon einen Ofen. 2000 m tiefer undenkbar. Die meisten "Locals" wissen vermutlich nur aus Erzählungen, wie es hier oben aussieht.
Ab hier wird's richtig schwer (für mich): alles Schotter und - evtl. für den fachkundigen Biker interessant - zwar nicht sonderlich steil - um die 8-10 %, jedoch auf nun fast 4000 m Höhe ist das wie 30 % (ok fast :-)...
Hier nun eher Allgäu Vegetation wie auf um 2000m: kein richtigen Bäume mehr aber alles saftig grün. Auf 4000 m geht es auf der Straße Richtung Eingang des Los Nevados Nationalpark: der liegt hier auf 4138 m Höhe. Die letzten 100 Hm auf Schotter sind nochmals echt deftig, die Höhe ist schon sehr anstrengend. Temperatur geht noch, mir ist recht warm geworden da hoch. Doch leider fängts zu regnen an und ich nehme die gute Autostraße bergab: 2100 Hm runter im "tropischen" Sturzregen: lt. Auswertung des Bike Computers danach waren es oben dann nicht viel mehr als 5 Grad.....eisig, wenn man nicht extrem viel Kleidung hat und es regnet ohne Ende. Ne tolle Erfahrung und eine Tour vom tropischen Kaffeegebiet über Nebelwälder in subalpine Vegetation und schließlich bis nahe dem Vulkan "Nevado del Ruiz". Gesehen habe ich den leider nicht wegen Nebel. Letztes Bild zeigt Ihn bei besserem Wetter.
Was schon echt krass ist: der ist nochmals 1200 m (!!) höher, als der höchste Punkt der Tour, die mich wiederum fast 2000 m höher als besagtes Nebelhorn im Allgäu geführt hat.
Danach wird bei einem deftigen Kolumbianischen Essen und einem Cerveza wieder Kraft getankt.
Empfehlenswert! Geht auch (so ähnlich) im Auto und definitiv schneller, aber weniger abenteuerlich.



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